Lipofilling

Körpereigenes Fett kann angewendet werden, um die Konturen des Körpers zu korrigieren oder zu ändern. Eine lokale Delle nach einem Trauma oder nach einer früheren Fettabsaugung kann beispielsweise durch Injektion von körpereigenem Fettgewebe unter die Haut korrigiert werden. Im Gesicht wird körpereigenes Fettgewebe häufig angewendet, um eingefallene Wangen etwas voller aussehen zu lassen.

Im Prinzip ist es auch möglich, den Umfang der Brüste und des Gesäßes mit körpereigenem Fettgewebe zu vergrößern.

Die Technik: Zuerst wird Fettgewebe „geerntet“. An einer Stelle, wo Fettgewebe vorhanden ist, wird Fett angesaugt. Dies verläuft vorsichtiger und mit geringerer Saugkraft als bei einer Liposkulptur. Fettzellen sind nämlich sehr empfindlich und im Gegensatz zu einer Liposkulptur sollen hier möglichst viele Zellen überleben. Danach wird das angesaugte Gewebe zentrifugiert. Dadurch werden die überschüssige Flüssigkeit und auch etwas Öl aus kaputten Zellen von der Schicht intakter Zellen getrennt. Diese Schicht wird dann in die zu behandelnde Zone injiziert. Da die Fettzellen zum Überleben genug Sauerstoff aus dem umliegenden Gewebe erhalten müssen, werden sie in mehreren Tunnels angebracht. Mit einer dünnen Nadel mit stumpfem Ende und einer seitlichen Öffnung wird beim Stechen ein Tunnel angelegt und beim Zurückziehen der Nadel wird dieser Tunnel mit Fett gefüllt. Das Gewebe muss also, je nach dem verwendeten Volumen, dutzende oder hunderte Male durchstochen werden.

Der große Vorteil von Lipofilling besteht darin, dass es sich um körpereigenes Gewebe handelt, das - wenn es anwächst - sehr lange an Ort und Stelle bleibt. Es verschwindet erst, wenn man an der Stelle abnimmt, von der es stammt.

Der Nachteil besteht darin, dass man nicht vorhersagen kann, wie viel der injizierten Fettzellen überleben werden. Meist liegt dieser Wert bei 60 %.

Der Einsatz von Lipofilling als Brustvergrößerung ist kontroversiell. Die Schlussfolgerung einer Literaturstudie der American Society of Plastic Surgeons lautet, dass es bisher keine Berichte über ein erhöhtes Risiko auf Brustkrebs gibt, dass manuelle Brustuntersuchung erschwert werden kann und dass es auf Grundlage der beschränkten veröffentlichten Daten möglicherweise keine Erschwernis bei der Beurteilung von Mammographie oder CT-Scan gibt.* Es bleibt aber eine relativ neue Technik, bei der das Brustgewebe oft durchstochen wird. Das führt unvermeidlich zur Entstehung von Ölzysten und Narbengewebe in der Brust. Die langfristigen Auswirkungen sind also noch unbekannt. Aus diesen Gründen wartet man bei Artemedis noch, bis mehr Daten bekannt sind.

* Quelle: ASPS Fat Graft Task Force Fat Grafting Manuscript Feb. 2009
     

In den letzten Jahren wird man sich immer stärker dessen bewusst, dass das allmähliche Wegschmelzen von Fettgewebe im Gesicht ein wichtiges Element im Verlust eines jugendlichen Aussehens ist.

Das ist vor allem am Einfallen der Wangen sichtbar.

Um der Wange mehr Volumen zu geben, kann mit Fillern wie Restylane, aber auch mit körpereigenem Fettgewebe gearbeitet werden.

Unter Lokalanästhesie wird vorsichtig an einer Stelle, wo Fettgewebe vorhanden ist, etwas Fett weggesaugt. Das kann z. B. der Bauch, die Hüften, die Oberschenkel, das Gesäß sein.

Durch Zentrifugieren erhält man komprimierte intakte Fettzellen, die wieder injiziert werden können.

Da die Fettzellen zum Überleben genug Sauerstoff aus dem umliegenden Gewebe erhalten müssen, werden sie in mehreren Tunnels angebracht. Mit einer dünnen Nadel mit stumpfem Ende und einer seitlichen Öffnung wird beim Stechen ein Tunnel angelegt und beim Zurückziehen der Nadel wird dieser Tunnel mit Fett gefüllt.

Der große Vorteil von Lipofilling besteht darin, dass es sich um körpereigenes Gewebe handelt, das - wenn es anwächst - sehr lange an Ort und Stelle bleibt. Es verschwindet erst, wenn man an der Stelle abnimmt, von der es stammt.

Der Nachteil besteht darin, dass man nicht vorhersagen kann, wie viel der injizierten Fettzellen überleben werden. Das schwankt zwischen 50 und 90 %.

Daher ist es möglich, dass der Eingriff wiederholt werden muss, aber das ist in der Praxis selten der Fall.

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